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 57520 Steinebach
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Sicherheitsmitteilungen
der fallschirmladen - Höhenweg 5 - 57520 Steinebach 
Fallschirmtechnischer Betrieb 004 im DFV 

*** N E U !   Verband unabhängiger Prüfer von Luftsportgerät e.V. ***
*** N E U !   Information zur Neuregelung "Prüfscheine für Sprungfallschirme" ***

Weitere Sicherheitsmitteilungen der letzten Jahre findet Ihr beim DFV.

Lufttüchtigkeitsanweisung für Sprungfallschirme

An alle Vereine/Schulen/Prüfer Klasse 5/Packer (08.03.2000)

Gültig ab: Sofort
Nummer: Sun Path SPSB # 03032000
Muster: JAVELIN – Gurtzeug ( Baujahr 1993 und älter)
Status: Verpflichtend
Berifft: Halteband für Hauptcontainer-Loop
Grund: Eine dünne Fangleine geriet unter die Öse des Loophalters am Hauptcontainer eines JAVELINS und verursachte einen tödlichen Unfall. Grund war die Position der Öse, die zum POD hin zeigt und die Möglichkeit bietet, dass eine dünne Microline (550er) oder Vectranleine (500er) unter den Rand der Öse geraten, eine Öffnungsstörung verursachen und die abgetrennte Hauptkappe am Gurtzeug festhalten kann, was eine Verwicklung der aktivierten Reserve mit dem Hauptschirm nach sich zieht.
Massnahmen/
Anweisungen:
Der betroffene Loophalter muß so modifiziert werden, dass die Öse, die den Loop hält, zum Reservecontainer zeigt. Damit werden Berührungen von Öse und Fangleinen beim Streckvorgang vermieden. Die hierfür vom Hersteller empfohlenen Methode wird in den als Anlage beigefügten Bildern beschrieben.
Durchzuführen von: Prüfer Klasse 5; Fallschirmtechnische Betriebe (FTB); Packer (Bestätigung im Prüfbericht (rechte Seite) des vorhandenen Prüfscheines)
Durchzuführen bis: Sofort; vor dem nächsten Sprung !
Verteiler: Prüfer Klasse 5, Packer, Händler, Vereine, Sprungzentren.
Veröffentlichung auch in den Fachmagazinen.

Lufttüchtigkeitsanweisung für Sprungfallschirme

An alle Vereine/Schulen/Prüfer Klasse 5/Packer (05.10.1999)

Gültig ab: Sofort
Nummer: LTA 09/99 / SPEKON
Muster: Gurtzeug TD 2 - 2 und Gurtzeug TD 3
Status: Verpflichtend
Berifft: Linke und rechte Brustgurtvernähung bei beiden Mustern und Beingurtschnallen bei TD 2 - 2 von S/N 80001 - 80134
Grund: Bei einer Reserveöffnung mit dem Gurtzeug (GZ) TD 2 - 2 in Verbindung mit der Reserve RG-2 kam es zu Beschädigungen am GZ TD 2. Dabei wirkten folgende Faktoren gleichzeitig: Hohes Sprin- gergewicht, Freifall-Endgeschwindigkeit, ungünstige Öffnungslage.
Massnahmen/
Anweisungen:
GZ TD 2 - 2 und TD 3, alle Werknummern:
Beide Brustgurtvernähungen mit einer weiteren W-Naht verstärken, 900 gedreht zur bestehenden Naht (Faden: 11/3 oder 5-cord) Durchführung: von jedem Prüfer Klasse 5 Gurtzeug TD 2 - 2, S/N 80001 - 80134: Austausch der Klemm schnallen an den Beingurten und Umbau der Beingurtführung. Durchführung: Nur von Fa. SPEKON und allen Prüfern Klasse 5, die über die dafür benötigten Umbauunterlagen des Herstellerwerkes verfügen (KDM 3/89 vom 15.04.1989)
Durchzuführen bis: Sofort!
Verteiler: Prüfer Klasse 5, Packer, Händler, Vereine, Sprungzentren.
Veröffentlichung auch in den Fachmagazinen.

Lufttüchtigkeitsanweisung für Sprungfallschirme

An alle Vereine/Schulen/Prüfer Klasse 5/Packer (26.01.1999)

Gültig ab: Sofort
Nummer: LTA 019901 / Glose-Frohwein
(ersetzt: Nr. LTA 119801 vom 11.11.1998)
Muster: Alle Reserve-Freebags der Firmen Glose/Frohwein (Gurtzeuge der Typen TOP-FLYER und SPRINT)
Betroffen sein können auch ACE-Gurtzeuge der Fa. HERBST, Wiesloch und PIT-Gurtzeuge der Fa. WECKBECKER, Hohenfurch mit Baujahr vor 1989, sowie SWIFT-Reserven dieser Firma, die mit Freebag geliefert wurden.
Status: Verpflichtend
Berifft: Hilfsschirmverbindungsleine (Bridle) des Reserve-Freebags
Grund: Sperrung aller Freebags
Das durch einen tödlichen Sprungunfall veranlasste Sachverstän- digengutachten stellte bei dem dort verwendeten Material der Hilfsschirmverbindungsleine des Reserve-Freebags eine zu geringe Reissfestigkeit fest, die zudem durch die Art der Nähtechnik noch zusätzlich geschwächt wurde. Freebags mit Verbindungsleinen aus diesem Material sind aus diesem Grunde mit sofortiger Wirkung für die springerische Nutzung gesperrt. (Materialprobe anfordern!)
Massnahmen/
Anweisungen:
Die betroffenen Freebags sind daher zwingend vor dem nächsten Sprung auszutauschen. Die Überprüfung wird für die o.a. Muster angeordnet und für alle zweifelhaften Fälle (z.B. Verlust des Freebags und Einbau eines unbekannten Ersatzteils) dringend empfohlen. Die Durchführung der Überprüfung und deren Ergebnis (z.B. keine Beanstandung oder Freebag ausgetauscht) ist von einem Prüfer Klasse 5 auf dem Prüfschein des Gurtzeugs zu bescheinigen.
Durchzuführen bis: Sofort; auf jeden Fall vor dem nächsten Sprung !!
Verteiler: Prüfer Klasse 5, Packer, Händler, Vereine, Sprungzentren.
Veröffentlichung auch in den Fachmagazinen.
Bemerkungen: Alle Springer, die jemals mit einem Flächen-Reserve-Fallschirm eine Reserveaktivierung hatten und dabei das Freebag verloren haben , wenden sich an ihren Reservepacker/Prüfer Klasse 5 und stellen die Herkunft des Ersatz-Freebags fest. (Zweifelsfälle!!)
Alle Prüfer/Packer/Händler, die mit GLOSE-FROHWEIN bzw. WECKBECKER-Material zu tun haben oder hatten, stellen fest, ob und wann sie in die Kunden-Gurtzeuge anderer Hersteller ein Freebag der gesperrten Art eingebaut haben.
Die Fa. FROHWEIN hat 2 Arten von Freebags produziert: "VECTOR"-ähnliche Typen für das TOP FLYER 6. Diese passen in viele "Vector-Typ"-Gurtzeuge.
"POP TOP"-ähnliche Typen für das SPRINT. Diese passen aufgrund ihrer Ösenanordnung nicht in andere POP TOP-Systeme.
Vor allem im militärischen Bereich könnten auch noch Teile aus der versuchten (aber nicht zugelassenen) Tandem-Fallschirm- und Gurtzeug-Produktion der Fa. GLOSE verwendet werden.

Lufttüchtigkeitsanweisung für Sprungfallschirme

An alle Vereine/Schulen/Prüfer Klasse 5/Packer (23.09.1998)

Gültig ab: Sofort
Nummer: RWS - PSB # 091098 - A
Muster: Alle VECTOR II und III - Gurtzeuge ab Herstellungsdatum 01.Jan.1996
Status: Verpflichtend
Berifft: Kabelschuhe (AMP fittings) an Metallkabelschläuchen (Hardhousings)
Grund: Zu schwach gepresste Verbindung zwischen Metallkabel und Kabelschuh bei der Herstellung. Die Kabelschuhe können sich lösen und eine ungewollte Kappentrennung bewirken.
Prüfung Entferne die Schrumpfschläuche auf den Kabelschuhen und kontrolliere die Markierung der Verpressung. Eine korrekte Verpressung weist 2 halbrunde, tiefe Markierungen auf, die auf einen richtigen Pressdruck des Werkzeuges hinweisen (sh. Fig. 1). Ein geübtes Auge kann eine korrekte Verpressung auch unter dem Schrumpfschlauch erkennen. Eine falsche Verpressung ist an mehreren kleinen, flachen Vertiefungen zu erkennen (sh. Fig. 2).
Anmerkung Der Hersteller (RWS) weist im Original auf ein spezielles Presswerkzeug hin. Es handelt sich um eine sog. NICO- PRESS-Zange. Damit lässt sich auch ein falsch gepresster Kabelschuh nachpressen. Soweit bekannt verfügen folgende FTB's über eine solche Zange: KUHLMANN (Gransee); ALBATROS (Hartenholm); PARATEC (Wallerfangen); WAMBACH (Ampfing).
Massnahmen/
Anweisungen:
Überprüfen der betroffenen Stelle gemäß beiliegender Herstel- lerzeichnung. Von Prüfer Klasse 5 oder DFV-FTB prüfen und ggf. nachpressen lassen.
Durchzuführen bis: Sofort; auf jeden Fall vor dem nächsten Sprung !
Verteiler: Prüfer Klasse 5, Packer, Händler, Vereine, Sprungzentren.
Veröffentlichung auch in den Fachmagazinen.
Bemerkung Vorgehensweise für die Nachpressung und die technische Beschreibung des betroffenen Bauteils ist in den Anlagen gezeichnet und beschrieben.

Anweisung/Information für alle Prüfer Klasse 5 - (12.05.1998)

Betr.: Gurte und Bänder in Nadeltechnik

Nach vorausgegangenen Prüfungen durch das technische Gremium, inwieweit Gurte und Bänder in Nadeltechnik Verwendung im Fallschirmsportbereich finden können, kann derzeit folgender Sachstand weitergegeben werden:

Gurte und Bänder in Nadeltechnik sind auch bei hohen Sicherheitsansprüchen verwend- bar, wenn sie in der Webtechnik 3 oder 5 hergestellt sind. Die bisher begutachteten Gurtzeuge sind in dieser Art hergestellt und daher materialtechnisch nicht zu bean- standen. Dies wird auch durch eine Stellungnahme der Fa. STAHL belegt, die diesem Schreiben beigefügt ist. Die Webtechniken 1 und 2 hingegen (siehe beiliegende Erläu- terungen und Skizzen), sind für hohe Sicherheitsansprüche nicht empfehlenswert. Mit
der entsprechenden Anpassung des gültigen TBH ist in Kürze zu rechnen Darin wird die zukünftige Zulassung und Verwendung von Gurten und Bändern in NADELTECHNIK an tragenden Stellen in der Herstellung, Reparatur und Instandhaltung von Sprungfallschirm - Baugruppen geregelt.

Aktuell wurden im Rahmen der Untersuchungen und Tests bei verschiedenen Kappen- typen, die in Deutschland zugelassen sind, (Nadel-)Bänder der Webtechniken 1 und 2 festgestellt (u.a. für die Fangleinenbefestigung). Nach intensiven Beratungen und Abwä- gung potentieller Gefährdungen aus der Verwendung dieser sicherheitstechnisch nicht empfehlenswerten Bänder, kamen beide Beauftragte einvernehmlich zu dem Ergebnis, daß durch die Benutzung dieser Kappen keine akkute Gefährdung besteht, die eine Rückrufaktion (wegen Einschränkung der Lufttüchtigkeit) erforderlich machen würde. Diese Befestigungsbänder erfüllen hinsichtlich der Festigkeit und Dehnfähigkeit die gefor- derten Normen, lediglich die erforderliche Scheuerfestigkeit ist nicht gegeben, bedingt durch den fehlenden Sperrfaden.

Aus diesem Grund ist bei den nachfolgend genannten Kappen durch den aufgeführten Personenkreis ein besonderes Augenmerk auf die Unversehrtheit der Fangleinenbe- festigungsbänder zu legen:

  • QUICK-Reserven von Baujahr 04/95 bis 12/97
  • SPARK und CONTRAIL - Hauptkappen von Baujahr 04/95 bis 12/97
  • alle MICRON-Reserven und PREDATOR - Hauptkappen
  • alle VIP und ACE - Hauptkappen
  • MALIBU - Hauptkappen von Baujahr 1989 bis Ende 1991
durch:
  • 1. Prüfer Klasse 5: bei jeder Nachprüfung
  • 2. Packer: bei jedem Reserve-Repack
  • 3. Springer: generell von Zeit zu Zeit bei allen Hauptkappen.

    Die Prüfer Klasse 5 werden von den Beauftragten ausdrücklich ermächtigt, die erforder- lichen Nachprüfungen unter Beachtung dieser Hinweise an den o.a. Kappentypen durchzuführen.

    Bei eventuellen Rückfragen bitte an die Geschäftsstelle des DFV wenden.


  • Letztes Update: 14. November 2001

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